Was haben wir vier Jahre nach Alan Kurdis Tod gelernt?

Unsere Politiker hoffen, dass Flüchtlinge aufgeben, wenn genügend Menschen sterben. Sie werden woanders hingehen. Sie werden in schmutzigen Lagern bleiben. Sie werden zu den Trümmern ihrer Häuser zurückkehren. Wir wissen, dass das nicht stimmt.

Die Todesfälle im Mittelmeer, im Ärmelkanal, auf stark befahrenen Straßen und in verzweifelten Flüchtlingslagern in ganz Europa sind das Ergebnis einer Politik.

Es ist nicht eine, die Sie wahrscheinlich in Wahlmanifesten oder auf der Website Ihrer Regierung finden. Aber es ist da. Es ist eine Politik, die akzeptiert, dass menschliches Elend und Tod notwendig sind, um Menschen davon abzuhalten, Sicherheit vor Konflikten in Europa zu suchen.

Es lohnt sich, das noch einmal zu sagen. Diese Todesfälle, diese tragisch verkürzten Leben - sie sind weitgehend vermeidbar. Aber unsere Politiker haben diese Menschen in ihren Bemühungen, die Einwanderung hart zu sehen und würdige und wirksame Wege zur Sicherheit zu verhindern, verurteilt.

Bedingungen für junge Flüchtlinge in Calais

Aktuelle Bedingungen für junge Flüchtlinge in Calais (RYS)

An diesem Tag vor vier Jahren sahen wir alle die herzzerreißenden Bilder von Alan Kurdi, der verdeckt an einem türkischen Strand lag. Aber trotz der anfänglichen Ausgießung von Mitgefühl hat sich wenig geändert. Ein Vorschlag der britischen Regierung, 3,000-Kinder als alleinstehende Flüchtlinge in die Sicherheit Großbritanniens zu bringen, wurde so verwässert, dass in den letzten drei Jahren nur wenige hundert Kinder aufgenommen wurden.

Es wurde nun bekannt, dass das Innenministerium auch plant, die Familienzusammenführung für Kinder nach dem Brexit zu beenden, um diese Lebensader für Kinder zu kürzen, die von Ausbeutung und Missbrauch bedroht sind.

Kinder riskieren bereits ihr Leben in Lastkraftwagen oder auf überfüllten Beibooten aufgrund von Gerichtsverfahren wegen Gletschers. Ohne angemessene Sicherheitswege werden diese gefährlichen Fahrten nur zunehmen. Für unsere Führer ist es jedoch einfacher, den Tod zu beklagen, als die Lebenden zu beschützen.

Während unsere Regierungen vielleicht glauben, dass Menschenleben akzeptable Sicherheiten für ihre Bemühungen sind, der Einwanderung einen harten Blick zu verleihen, tun wir dies nicht. An diesem tragischen Jahrestag stehen wir solidarisch mit allen Flüchtlingen und Vertriebenen und mit allen, die sich für Hilfe einsetzen.